Evangelische
Petrusgemeinde
Mannheim Wallstadt

Seelsorge, Beratung und Hilfe

Seelsorge ist Hilfe zum Leben und zum Glauben.

Was die menschliche Seele ist, lässt sich nicht festschreiben. "Seele" hat etwas mit Person und Persönlichkeit, Gefühlen und Sehnsüchten, Bestrebungen und Entscheidungen, Phantasie und Denkvorstellungen zu tun und in alledem mit der Würde und Unverfügbarkeit menschlichen Lebens. Wenn die Seele in Not kommt, wird oft das ganze Leben schwer beeinträchtigt.

Welche Aufgaben haben Seelsorge und Beratung?

Evangelische Seelsorge und Beratung sind Angebote der individuellen Begleitung auf dem Lebensweg mit seinen Höhen und Tiefen, im Alltag und in besonderen Situationen. In Krisen und Konflikten, in Veränderungsprozessen und bei schwierigen Entscheidungen bieten sie psychologische und spirituelle Unterstützung an. 

Wer kann Seelsorge und Beratung in Anspruch nehmen?

Evangelische Seelsorge und Beratung ist offen für alle Menschen unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Religionsgemeinschaft. Sie ist  vom Respekt vor den persönlichen Überzeugungen und Glaubensvorstellungen rat- und seelsorgesuchender Menschen bestimmt.

Wo finde ich Seelsorge?

Die Seelsorge gehört  zu den Kernaufgaben im Pfarramt. Pfarrerinnen und Pfarrer sind durch ihre Ordination an das Beichtgeheimnis gebunden. Das garantiert absolute Vertraulichkeit. Neben der Möglichkeit zur Seelsorge in den Ortsgemeinden gibt es ein differenziertes Angebot von Beratungsstellen und besonderen Seelsorgediensten, um den unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht zu werden.

Kontakt

Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an das Pfarramt oder direkt an Pfarrerin Baltes unter 01577-5225653 oder per Email: anna.baltes@ekma.de 

(Quelle: Evangelische Kirche in Baden)

Notfallseelsorge

Die Aufgabe ist wichtig und nicht einfach:

Menschen in Extremsituationen beistehen. Wenn Unglücke wie ein Blitz aus heiterem Himmel in das Leben einbrechen - durch einen Unfall oder einen Brand, die Nachricht eines Suizids oder einer Gewalttat mit Todesfolge. Für die Angehörigen ist es dann wichtig, dass ihnen in solch einer Extremsituation jemand zur Seite steht. Für die Opfer und Angehörigen, die Beteiligten und die Helfer ist das ökumenische Team der Notfallseelsorge da. Sie leisten erste Hilfe für die Seele.

Je zwei Seelsorger sind rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Sie können von der Polizei, der Feuerwehr oder den Rettungsdiensten hinzu gerufen werden, um Menschen in Extremsituationen zu begleiten, zu informieren, zu trösten und zu stärken. Dazu haben wior so Piepser. Wer Dienst hat, schaltet den an – das dann wirklich für die paar tage rund um die Uhr. Wenn es piepst rzfe ich auf der Leitstelle an – da wo auch die Notrufe eingehen. Die sind da super! Und erklären mir, wer mich angefordert hat, was passiert ist, wie viele Personen zu betreuuen sind etc.

Die Notfallseelsorge ist für die gesamte Stadtgesellschaft da und hat pro Jahr rund 100 Einsätze.

Im Einsatz erfolgt zunächst Absprache mit anfordernder Stelle. Dann heißt es, mich vorstellen, alle Personen begrüßen, auch evtl. Verstorbene wahrnehemen. Jede Notfalseelsorgerin hat so ihr Eröffnungssprüchlein. Etwa: „Ich habe jetzt Zeit, um Ihnen beizustehen.“ Dann Gespräch oder erste Maßnahmen, z.B. einen sicheren, ruhigen Raum finden. 

Team:

Das Team der Notfallseelsorge umfasst inzwischen beinahe dreißig gut ausgebildete Personen, Mitarbeitende der evangelischen und der katholischen Kirche, städtische Angestellte und auch Menschen aus ganz anderen beruflichen Feldern. Alle verrichten diesen Dienst zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben: Ihr Dienst in der Notfallseelsorge ist ein Ehrenamt.

Ausbildung:

Wer sich ausbilden lässt, fängt nicht bei Null an sondern bringt Erfahrungen mit: Als Seelsorgerin, in meinem Fall auch als Psychologin, als Sozialpädagoge, durch Erfahrung in anderen Ehrenämtern (z.B. Hospizdienst) oder ähnliches. Hat bei mir ungefähr ein Jahr gedauert: Erst Schnuppern und Hospitieren, dann Mehrtägiger Kurs bei der Landesfeuerwehrschule, dann Einsätze und Supervision, dann wieder ein mehrtägiger Kurs in einem kirchlichen Bildungshaus.