Evangelische
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Dienstag, 4. Januar 2022

Regenwetter

Morgens die Kinder im Regen mit dem Fahrrad zum Waldkindergarten gebracht. Unterwegs wird der Regen schlimmer. Zum Umkehren ist es aber schon zu spät. Hoffentlich nur ein Schauer, sonst sind die Jacken wahrscheinlich nicht so ideal heute. Und die Schuhe! Das eine Kind hat nicht einmal Gummistiefel an. Oh weh. 

Im Laufe des Vormittags regnet es sich so richtig ein. Zur Abholzeit packe ich Kekse ein, frische Strümpfe, Schuhe, ein handtuch. frische Handschuhe und Mützen. Wieder radle ich 6km durch strömenden Regen. Am Kindergarten treffe ich zwei nasse, kalte Kinder. Fröhlich rufen sie mir zu, dass die sogar nasse Strümpfe haben! Und jetzt schnell heim wollen. 

Das Rad des einen Kindes war am Kindergarten angeschlossen, ebenso der Anhänger fürs andere. Alles losschließen, alles einpacken, anschnallen und los. Klamottenwechsel wird abgelehnt, lieber erst daheim, dann aber so richtig! Bloß schnell los jetzt. 

Wir fahren los. Nach wenigen Metern ein Geräusch. Was quietscht da so? Es scheint die Bremse des Kinderfahrrads zu sein - zack: Schon liegt das Kind da. Bremse kaputt. Kind noch nasser als zuvor. Weiter geht´s. Und was ist das für ein komisches Geräusch bei mir? Platten am Hinterrad. Es darf nicht wahr sein. Dann werden wir wohl die Räder zurück zum Kindergarten schieben, anschließen und mit der Tram fahren. Noch während wir wenden fällt mir ein: Das geht gar nicht. Ich habe weder Geld noch meinen Impfnachweis dabei. Griff zum Telefon: Wir sitzen mit defekten Rädern fest, bitte ein Auto beim Car-Sharing buchen und uns holen kommen. 

Wir suchen einen Unterstand. Jetzt wollen die Kinder doch trockene Sachen. Wir versuchen, uns auf einem Bein stehend umzuziehen. Endlich kommt das Auto. Fröhlich winken die Kinder. Kaum sind sie angeschnallt, versinken sie ins Spiel. Mir gefällt die Musik im Radio. Gut gelaunt kommen wir an. raus aus den ganzen nassen Sachen, rein in die Badewanne. 

Was bin ich froh, dass wir jetzt im Trockenen sind!, seufze ich. Meine kleine Tochter korrigiert: Jetzt sind wir eher noch nasser! Und wir lachen. 

Was für ein Unglückstag. Und soviel Freude! Freude in Fülle! Da scheint ein sehr menschenfreundlicher Gott die Hände im Spiel zu haben.

 

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