Evangelische
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Dienstag, 5. Januar 2021

Stille Nächte

Die Stille dieser Weihnachtszeit hat mich erinnert an die Zeit mit einem Neugeborenen. Wenn das Leben wirklich ganz still wird: Schauen und staunen, schlafen, wann immer es möglich ist. Und die Gegenwart eines neuen Menschen genießen. Die neuen, kleinen Atemzüge hören. Stillen (passt auch zu "Stille Nacht") und das leise Schmatzen und Schlucken und seufzen wahrnehmen. Voller Dankbarkeit. Eine neue Gemeinschaft entsteht, geprägt von Liebe und Fürsorge. Und wenn das Kind weint, heißt es helfen, pflegen, trösten. Bis sich wieder die Stille ausbreitet.

Seit diesem Heiligabend breitete sich in der stressigsten Zeit des Pfarrerinnenlebens große Stille aus. Auch der Jahreswechsel - ganz still und leise. Ich lausche und versuche wahrzunehmen, wie Jesus sich immer wieder neu dazugesellt ins Leben. Göttliche Gegenwart schenkt. Neue Gemeinschaft, geprägt von Liebe und Fürsorge und Annahme.

Und natürlich merke ich auf, wenn ich Weinen höre. Bei den Trauernden und Sterbenden und Verzweifelten in der Gemeinde. Da kann ich anrufen oder vorbei gehen. Und auch an den Grenzen Europas. Da bete ich und hoffe, dass Gott wie ein guter Vater und eine tröstende Mutter da ist. Und vielleicht mal bei den Nachbarn klopft oder die älteren Geschwister weckt und beauftragt: "Kümmert euch bitte um meine weinenden Kinder!"

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