Evangelische
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Mittwoch, 8. Dezember 2021

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt...

Der Herzschlag des Christentums ist ein Gebet. Es ist eine Antwort auf die Bitte der Jünger: Herr, lehre uns beten!

Die Worte des Paulus haben es den Menschen abgespürt - damals uns heute - wie schwer beten sein kann: "denn wir wissen nicht, was wir beten sollen und wie es sich gebürt. Der Geist selbst jedoch tritt mit unausprechlichem Seufzen für uns ein". 

 In Paulus Worten finde ich etwas Tröstliches. Es kann und brauchen keine großen, keine tiefgründigen Worte zu sein. Vielmehr hat das Gebet schon längst angefangen. Es fängt da an, wo ein Mensch zagende und tastende Wort spricht.  Wo wir unser Herz aufmachen,  in zagenden und tastenden Worten, ist der Geist - ist Gott - schon da. 

Schon bevor wir richtig anfangen, beten wir doch schon, weil wir da sind. 

Das Vater Unser ist der Herzschlag des Christentums. Der Herzschlag ist ein uns geschenkter Wortraum. 24 Stunden, 7 Tage offen. Und wir müssen nicht überlegen, ob hier 3 G, 2 G oder 2 G plus gilt. 

Erklingt die Betglocke während des Gottesdienstes so ruft sie uns zum Herzschlag des Christentums zusammen. Und der Geist betet in und mit uns.

Mit der Betglocke wird uns  die Einladungskarte übergeben an Bord zu kommen. Auf das Schiff, das sich Gemeinde nennt. An Bord können wir die heilsame Gemeinschaft der Liebe erfahren. 

Die Liebe dient dem Schiff als Segel. Und dazu kommt der Hauch des unaussprechlichen Seufzens des Geistes. Der Geist  ist der Mast des uns bergenden Schiffes. Sehen wir auf, so sehen wir auf dem Altarfenster unserer Petruskirche das Schiff. Wir sehen uns unser Erlöser nahekommt und uns ein bergendes Schiff ist und werden kann.

Das Schiff lebt davon, dass wir zu ihm kommen, uns miteinander versammeln, gemeinsam miteinander den Wort- und Klangraum der Liturgie des Lebens mit Gott entdecken und feiern. So kann sich Gott in unserem Leben fest verankern.

Denn er ist sich nicht zu schade vom Himmel herabzusteigen, den durch den Alltag verfinsterten Himmel aufzureißen und in dieser stürmischen See der Pandemie uns zu einem bergenden Schiff zu werden. 

Im gemeinsamen Sprechen der geschenkten Worte kommt er uns näher ist als wir uns selbst. Die Worte des Vater Unser sind das uns bergende Schiff der göttlichen Liebe - zu aller Zeit und ewiglich

 

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