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Sonntag, 7. Februar 2021

Wer Ohren hat zu hören

"Wer Ohren hat zu hören, der höre!"

Ich liebe diesen Satz. Er ermutigt mich, auf meine Weise zu sagen, was ich zu sagen habe. Sei es über Gott oder über die Welt. Manchmal lässt sich eine Sache nicht einfach so sagen. Da braucht es ein Bild, eine Metapher. Wie oft schon habe ich dagesessen mit einer Predigt und mich nicht wohlgefühlt. Zu plump, zu flach, einfach nicht richtig. Und dann habe ich den Entwurf beiseite gelegt und das ganze noch einmal anders versucht, bildreicher, poetischer vielleicht. Mich freilich dann gefragt, ob ich es mir nicht zu bequem mache, ob ich dem Problem womöglich ausweiche? Ob es doch besser wäre, Namen zu nennen von Politikern und von Parteien, ob es nicht doch eigentlich nötig wäre, ganz schnöde zu sagen: So, liebe Gemeinde, jetzt rede ich übrigens über Rassismus. Oder über Klimawandel. Oder über die Missachtung der Menschenrechte an Europas Grenzen. Oder was weiß ich. Und dann beschließe ich: nein. Jede hier bringt einen eigenen, lebenslang gewachsenen Glauben mit. Jede hier kann vielleicht das Bild mit etwas für Sie Nützlichem füllen. Wenn ich eindimensional werde, passt es am Ende nur zu mir. Nein, viel lieber halte ich es mit: "Wer Ohren hat zu hören, der höre!"

4 Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis: 5 Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. 6 Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. 8 Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

 

 

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